Aktuelle Entwicklungen im Web der Gegenwart und die daraus folgenden Implikationen für die Strategien der Zukunft.

Der schleichende Untergang von Social Media

Posted: May 11th, 2010 | Author: Sebastian Küpers | Filed under: Social Media | Tags: , , | 18 Comments »

‘Social Media’ säuft ab – und zwar im Fluss der stetigen Weiterentwicklung und Veränderung der Kommunikation, in dem wir alle seit 10, 15 ja eigentlich bald 20 Jahren unaufhörlich paddeln. Gestern haben ich im Rahmen der dmexco Veranstaltungsreihe “Night Talk”, die zum ersten mal mit freundlicher Unterstützung von Pixelpark (mein Arbeitgeber) als Sponsor in Berlin  stattfand, einen kurzen Vortrag genau zu diesem Thema gehalten und wollte die Gelegenheit jetzt nutzen, meine Gedanken auch hier gleich noch mal schriftlich zu fixieren und mit Ihnen zu teilen.

Ich habe mal gelernt, dass es gut ist unnötige Redundanzen zu vermeiden!

Zwei Beispiele: Als wir damals im September 2006 das erste Barcamp in Deutschland auf die Beine gestellt haben, gab es natürlich eine ‘traditionelle’ Vorstellungsrunde, bei der sich jeder mit drei Tags beschreiben sollte. Als sich dann das erste Drittel der ca. 70 Teilnehmer sich mit “Blogger” getagged hatte, mussten wir alle lachen und wir haben kurzer Hand beschlossen, von nun an einfach zu akzeptieren, dass hier wohl alle Bloggen und das wir uns dieses extra Tag sparen können.

Ähnliches kennt man von Excel Tabellen. Wenn man eine Spalte angelegt hat, mit der man gewisse Einträge auszeichnen möchte und man feststellt, dass man ein X in jeder Zeile in dieser Spalte setzt, kann man zu dem Schluss kommen, diese Spalte einfach zu löschen und in die allgemeinen Informationen zu dieser Tabelle die Information als allgemein gültig oben drüber schreiben. Read the rest of this entry »



Damit Sie auch noch morgen kraftvoll kommunizieren können

Posted: May 9th, 2010 | Author: David Gilbert | Filed under: Advertising, Concept, Strategie | Tags: , , , | No Comments »

Es wird viel darüber gesagt, wie sich Kommunikation im digitalen Zeitalter verändert. Aber es bleibt selten Zeit darüber mal in Ruhe nachzudenken. Folglich ist die Kommunikation über die Veränderung der Kommunikation ein ziemlich wildes Getöse.

Daher stellt sich die Frage: Was sollte ich denn jetzt unbedingt  im Blick behalten?

An dieser Stelle möchte ich mal vier Aspekte benennen, die ich besonders wichtig finde. Read the rest of this entry »



Apps, iPads, das Web und eine “Plattformstrategie Online” für 2010

Posted: April 6th, 2010 | Author: Markus Breuer | Filed under: Mobile, Strategie | Tags: , , , , , , , , , | 7 Comments »

Der Durchbruch des mobilen Internets scheint nun – nachdem er bereits mindestens zwei Mal angekündigt wurde – wirklich bevor zu stehen. Nicht nur Fanboys sondern auch seriöse Auguren rechnen damit, dass in wenigen Jahren das Web häufiger und intensiver von mobilen Endgeräten genutzt wird als von stationären PCs und Notebooks. Verantwortlich dafür sind in erster Linie die modernen Smartphones – und letztendlich das iPhone, welches das Rollenmodell für die Nutzung des mobilen Internets definiert, dem die meisten Wettbewerber nacheifern. Und das am Osterwochenende vorgestellte iPad wird das Seinige tun, um ein mobiles Internet jenseits des Hosentaschenformats zu errichten.

Diese Entwicklung macht das Leben auch für Unternehmen, die Inhalte auf mobilen Plattformen bereitstellen wollen, nicht leichter. Ein interessanter Seiteneffekt dieser Entwicklung ist nämlich die Ver-Appisierung des Webs, also die Verlagerung von Funktionen aus dem standardsbasierten Web in proprietäre „Apps“, die nur noch auf den Geräten einer Systemplattform (Apple, Android, RIM, Microsoft, Palm etc.) laufen. Statt Inhalte und Services im einigermaßen standardisierten Web bereit zu stellen, müssen Inhalte-Anbieter (dazu gehört im Prinzip auch jeder Website-Betreiber) nun ein halbes Dutzend Programme für die unterschiedlichen Plattformen entwickeln (lassen) und diese dauerhaft pflegen und aktualisieren.

Dieser Trend ist nicht zu übersehen und wird nicht unbedingt von allen Marktteilnehmern positiv gesehen. Nach dem großen Erfolg des iPhones und Apples App Store geht die Angst vor Walled Gardens um, abgeschlossenen Gärten im Internet, in denen die Gerätehersteller und Plattformbetreiber bis ins Detail kontrollieren, welche Inhalte mit welchen Anwendungen konsumiert werden. Kritiker sprechen von Zensur, Gängelung, Enteignung der Anwender und befürchten, dass die Betreiber zu nahezu omnipotenten Big Brothers in ihren Gärten werden. Read the rest of this entry »



Mit dem Leben in Verbindung bleiben

Posted: March 22nd, 2010 | Author: David Gilbert | Filed under: Digital Life | Tags: | 1 Comment »

Vor ein paar Wochen wurde in der Rubrik Digitales Denken der FAZ.NET ein interessanter Beitrag von David Gelernter, Professor der Informatik an der Yale Universität, veröffentlicht. In seinem programmatisch gehaltenen Text versucht Gelernter eine Antwort auf die Frage zu geben, wie wir mit unserem Leben in Verbindung bleiben können.

Den Ausgangspunkt seiner Überlegungen beschreibt er mit zwei Bildern:

„Das Internet, wie wir es heute kennen, ist eine Maschine zur Verstärkung von Vorurteilen. Dabei wissen wir angeblich mehr als je zuvor. Doch was wissen unsere Kinder, was unsere Eltern nicht wussten? Sie wissen ums Jetzt. Aber mit der Jetzigkeit ist es wie mit der Lichtverschmutzung in Großstädten, die es unmöglich macht, die Sterne zu sehen.“

Bei seinen folgenden Überlegungen sind es drei Aspekte, die ich besonders inspirierend finde und die zum eigenen Weiterdenken einladen. Read the rest of this entry »



Die 5 Aspekte von Social CRM Projekten

Posted: March 12th, 2010 | Author: Sebastian Küpers | Filed under: SocialCRM | 2 Comments »

Die letzten sechs Monate hat mich beruflich das gesamte Thema “Social Media” vor allem aus der sogenannten “Social CRM” Perspektive heraus beschäftigt. Der Grund warum dieser Begriff sicherlich mit am meisten auch genau in letzter Zeit gehyped wurde, ist dabei nicht ganz unbegründet;  bietet dieser Ansatz fernab von “ich mach mal ein cooles viral auf Youtube” oder “Hey ich brauch ein Twitter Kanal und eine Facebook Page” doch sehr viel greifbare Ansätze, deren Nutzen offensichtlich ist.

Die Altimeter Group hat jüngst ein schönes Paper zum Thema – “Social CRM: The New Rules of Relationoship Management” – veröffentlich und ich finde es ja immer wieder schön wenn Leute es schaffen Prozesse oder generelle Erkenntnisse in tolle Buchstaben-Kombination zu verpacken. (AIDA und Co. lassen grüßen)

Diesmal geht es um eine eine Folge von Wörtern mit dem gleichen Anfangsbuchstaben:  ”The 5M’s of Social CRM” – ich möchte im Folgenden auf diese fünf Aspekte aus meiner eigenen Perspektive kurz eingehen. Read the rest of this entry »



5 Wege die Corporate Website mit Social Technologies weiterzuentwickeln

Posted: March 5th, 2010 | Author: Sebastian Küpers | Filed under: Social Media | 9 Comments »

Ich hab in der Vergangenheit schon viel darüber schrieben, dass die Entwicklungen, die wir im Social Web die letzten Jahre gesehen haben, sich auch immer mehr auf die eigene Webseite auswirken werden. Corporate Websites sind keine Silos mehr, in der wir alle unsere Daten und Features reinstopfen, um dann alle Interessenten einzeln ins Silo zu lassen, um sich die Sache mal anzusehen.

Es geht auch auf der Corporate Website in einem zunehmenden Maße darum unsere Websites daraufhin zu optimieren, dass man den dort vorhanden Content mit anderen teilen kann und Features gemeinsam mit anderen benutzen kann.

Darüber hinaus geht es um darum Corporate Websites Dialog orientierter zu gestalten und mit Hilfe aller zur Verfügung stehenden Daten relevanter zu machen und Komplexität zu reduzieren. (siehe dazu auch Adaptives Websites von Markus)

Dieser Artikel führt 5 einfache Ansätze auf, wie man dieses Ziel erreichen kann. Read the rest of this entry »



FoWS sponsort Rivva.de

Posted: March 4th, 2010 | Author: Sebastian Küpers | Filed under: Internes | 1 Comment »

Als wir gestern auf Twitter die Info gesehen haben, dass Frank Westphal zum Betrieb seiner Plattform http://rivva.de weitere Server braucht und dafür Sponsoren sucht, haben wir uns spontan entschlossen dort aktiv zu werden.

Rivva ist für mich eigentlich seit seinem Bestehen eine der relevanten Plattformen im deutschen Web, da ich dort nicht nur schnell auf einen Blick sehen kann, was gerade in Deutschland viel im Web diskutiert wird, sondern da ich – mit dem was ich persönlich im Web in der Vergangenheit gemacht habe – auch schon viel von Rivva profitiert habe.

Wer Rivva nocht nicht kennen sollte: Was ist Rivva?

Rivva versucht einen gewichteten Schlagzeilenüberblick über die deutschsprachige Blog- und Online-Medienlandschaft zu liefern.

Nach US-Vorbild Techmeme steckt dahinter eine vollautomatische Suchmaschine, die interessante Themen verfolgt, verwandte Diskussionen gruppiert und rund um die Uhr zu einer Top-News-Seite aggregiert. Die Idee dahinter ist vergleichbar mit Google News – nur, dass Blogger entscheiden, welche Artikel auf der Titelseite landen und welche nicht.

Ich finde es wichtig, dass es Rivva in Deutschland gibt, habe mich sehr darüber gefreut, dass es letztes Jahr wider erwarten nicht eingestellt wurde und wir gratulieren dann an der Stelle auch noch mal herzlich zum dritten Geburtstag!



Wer spricht da eigentlich?

Posted: March 3rd, 2010 | Author: Sebastian Küpers | Filed under: SocialCRM | 1 Comment »

Das ist eine der Fragen, die ich mir in letzter Zeit häufig stelle, wenn ich z.B. auf einer Facebook Page einer Marke bin und sehe, dass das Unternehmen dort aktiv kommuniziert. Aber wer steckt hinter diesem Logo der Fan-Page? Wer hat diese Worte geschrieben und wie kamen sie zustande?

Darüber hinaus stehen viele Unternehmen vor der Frage: “Wer soll da eigentlich sprechen?”

Das ist eine Frage, mit der man sich vorher intensiv beschäftigen muss und die Antwort darauf sprengt schnell mal die Grenzen eines typischen Marketing-Projektes, da auf einmal andere Abteilungen wie “Corporate Communications”, “Customer Support” oder der Vertrieb involviert werden müssen.

Die Antwort auf diese Frage hat dabei nicht nur eine strategische Dimension, sondern auch eine organisatorische.

Denn wieviel Kommunikation wird der Markt von mir einfordern, wenn ich einmal damit begonnen habe zu reagieren? Wie schnell muss ich antworten, zu welchen Zeiten wird von mir eine Reaktion erwartet und wie skaliert das eigentlich, wenn ich auf einmal hunderte Anfragen pro Tag bekomme?

Wer für sich eine nachhaltige Social Media Strategie entwickeln möchte, sollte sich daher mit der Frage “wer spricht da eigentlich?” eingehend auseinandersetzen. Read the rest of this entry »



Konzeption & Design in der Praxis

Posted: February 1st, 2010 | Author: David Gilbert | Filed under: Concept | 3 Comments »

Entwicklungen im Web und Strategien für die Zukunft. – Zwei wesentliche Bereiche mit denen auch Konzepter für digitale Medien zu tun haben. Daher ein persönlicher Blick auf die Schnittmengen von Konzeption & Design, sowie in den nächten Wochen folgend Konzeption & Strategie.

Ein persönlicher Rückblick

Knapp fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass ich zum ersten Mal Konzeptaufgaben für Webinterfaces übernommen habe. Ausgestattet mit einer guten Vorlesung aus meinem Grundstudium zum Thema Informationsarchitektur, der Lektüre von Steven Krug’s “Don’t make me think” und einer ordentlichen Portion “gesunden Menschenverstand” war ich für die ersten Aufgaben gut gerüstet. Diese waren in erster Linie für die Übersichtlichkeit und Nutzerfreundlichkeit von digitalen Kommunikationsmaßnahmen zu sorgen.

Doch während der Vorbereitung zu meiner Diplomarbeit merkte ich, dass sich für das Betätigungfeld des Konzepters ein noch weit größerer Horizont auftat. Unter dem Begriff “User Experience” wurde ausgehend von den USA eine umfassende, ganzheitliche Sicht von digitalen Interfaces diskutiert.

Parallel entdeckte ich die Agenturen wie “Adaptive Path”, “IDEO” oder “frogdesign”, die User Experience Design mit strategischen Beratungsmodellen verbinden und am Markt anbieten.

Von diesen beiden Beobachtungen angestoßen, entwickelte ich in meiner Diplomarbeit die Vorstellung eines strategischen User Experience Designs, welches über die anfänglichen Bezugfelder Information Architecture und Usability hinausging. Ein Aspekt der mir besonders wichtig erschien, war die Vermittlung von Nutzer- und Businessinteressen.

Zurück in der beruflichen Praxis merkte ich jedoch schnell, dass die Vorstellungen und Erwartungshaltungen hinsichtlich eines Konzepters weit auseinander gingen. Der Jobtitel Konzepter war ein Container, in dem sich allerlei Sachen sammeln liesen und der gerne  mit wechselnden Begriffen ergänzt wurde, die mit einem Slash dazwischen abgetrennt wurden. Und im Halbjahrestakt tauchten neue Phänome und Herausforderungen auf, mit denen man als Konzepter umgehen musste. Anfang 2008 stand zum Beispiel das Thema Social Media plötzlich auf der Agenda und brachte einige Fragen und Herausforderungen mit denen umgegangen werden musste.

Status-quo – perpetual beta

So wie vielleicht kein zweiter Job im Bereich der digitalen Kommunikation ist für mich der des Konzepters einem permanenten Wandel unterworfen. Dabei meine ich nicht die jobbezogene Umwelt in der man sich bewegt und in der auch sehr viel passiert, sondern der Job mit seinen Aufgaben und Tätigkeiten selber.

Meiner Meinung nach wäre es daher sinnvoll die Aufgaben- und Tätigkeitsbeschreibung des Konzepters immer wieder neu zu reflektieren und zu rejustieren. Daneben sehe ich die Notwendigkeit die Aufgaben und Tätigkeiten für jeden einzelnen Konzepter genauer auszuloten. An der Schnittstelle zwischen Business, User und Technik sorgen schon die verschiedenen persönlichen Hintergründe wie Studium und  Agenturenerfahrungen dafür, dass sich individuelle Schwerpunkte ergeben.
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Die 7 Elemente erfolgreicher Community-Plattformen im Web

Posted: January 26th, 2010 | Author: Markus Breuer | Filed under: Social Media | Tags: , , , | 20 Comments »

Kürzlich diskutierte ich mal wieder mit einem Kollegen, der die spielerischen und kompetitiven Elemente in Foursquare albern und kindisch fand und meinte, dass das wohl nur etwas für junge Männer wäre. Ich sehe ich das ganz anders – und nicht nur ich allein. Tatsächlich gibt es eine Unmenge von Parallen zwischen (etwas komplexeren) Spielen und erfolgreichen Community-Plattformen. Ich würde sogar sagen:

Die Faktoren, die für den Erfolg von Communities (und das, was man heute “Social-Media-Plattformen” nennt, ausschlaggebend sind, überschneiden sich in weiten Bereichen mit den Elementen, die an vielen Spielen “Spaß machen”.

Etwas sachlicher formuliert: Die grundlegende Herausforderung für jede Social-Media-Plattform ist es, einen hinreichend großen Teil der Anwender dazu zu bringen, mehr oder weniger interessante Inhalte einzustellen – die dann für die Mehrheit der vorwiegend passiven Anwender interessant genug ist. Diese Motivation wird bei fast allen erfolgreichen Plattformen durch eine Handvoll Elemente generiert, die in – in anderer “Verpackung” – auch bei Spielen vorkommen; insbesondere bei Spielen, die in der Lage sind, Erwachsene über längere Zeit hinweg zu fesseln.

Das ist nicht meine eigene “Entdeckung”. Das ist die These von Amy Jo Kim von der Beratungsfirma ShuffleBrain. ich habe sie bei einem Vortrag auf der Emerging Techologies Conference in San Diego 2007 gehört und ich habe in der Folgezeit laufend sehr überzeugende Bestätigungen für diese These gesehen. Amy’s Background ist tatsächlich der Spielemarkt. Sie hat aber auch viel für Unternehmen we eBay und Yahoo gearbeitet. Und das sind immerhin einige der größten “Communities” im Web.

Ich habe Ihren Vortrag damals einmal kondensiert und “Die 7 Elemente erfolgreicher Community-Plattformen im Web” genannt. Die zeige ich immer noch gerne, wenn es um den “erstaunlichen” Erfolg von Social-Media-Anwendungen geht und sie haben bis heute nicht an Gültiugkeit verloren:

  1. Klare Ziele und Regeln. Anwender müssen wissen, wie sie “vorankommen”, was von Ihnen erwartet wird. Bei Communities oft nicht ganz so offensichtlich. Wer sich aber einmal ansieht, wie Anwender großer Communities darum kämpfen, diejenigen mit den meisten Beiträgen, Kommentaren, Bewertungen etc. zu sein, wird klar, was sie damit meint.
  2. Bewertungen und Punktesysteme. In jedem Spiel und in jeder guten Community gibt es “Punkte”, für das was ich tue. Punkte, die automatisch vergeben werden oder – noch besser – die mir andere Anwender geben. Das stachelt den Ehrgeiz an.
  3. Bestenlisten/Rankings.Bei allen Spielen mit mehr als 3 oder 4 Mitspielern und bei allen Communities, die Punktesysteme haben, gibt es Bestenlisten. Oft sind die nicht eindimensional sondern es werden mehrere verschiedene Bestenlisten geführt: zum Beispiel nach Produktivität, Qualität, Originalität und so weiter. Bestenlisten stacheln die Anwender an, “noch mehr zu geben”.
  4. Rangstufen und Hierarchien. Das selbe gilt für “Levels”. In einem Spiel wie World of Warcraft sind die offensichtlich. In einer Community kann ich zum Beispiel eine Art Wapperl dafür bekommen, wenn ich meinen hundertsten Beitrag schreibe oder zum Moderator oder Tutor für Andere aufsteigen.
  5. Feedback. Anwender und Spieler brauchen regelmäßiges Feedback, ob sie etwas richtig machen, ob sie “vorankommen”. Punktesysteme sind eine Möglichkeit, das zu tun. Einfaches Feedback (positiv oder negativ) durch andere Anwender eine weitere. Wenn Anwenderbeiträge gewissen formalen Kriterien entsprechen müssen, können auch Programme dazu verwendet werden, diese zu bewerten, Lob oder Verbesserungsvorschläge auszusprechen.
  6. Etwas zum Sammeln. Der Sammeltrieb der Menschen ist ganz erstaunlich ausgeprägt. Ob Kinder Panini-Bildchen sammeln oder Erwachsene Uhren. Systeme, die Anwendern gewisse Stationen vorgeben, die durchlaufen werden können, oder unterschiedliche “Belohnungen” verteilen, basieren auf dem selben Trieb.
  7. Austausch/Dialog. Das ist das Spielprinzip “Zug um Zug”. Ich tue etwas, dann sind die anderen dran. Und das liegt zum Beispiel den ganzen geschriebenen und ungeschriebenen Regeln bem Bewerten und Kommentieren zugrunde. Ich stelle etwas online und jemand kommentiert es. Darauf antworte ich wieder. Bei einigen sozialen Plattformen ist es guter Ton “zurückzuraten”, wenn mich jemand bewertet und so weiter.

Oder in einem ganz kurzen Mantra (jetzt bezogen auf moderne Web-2.0 Communities):

Make it easy and rewarding to create stuff,
and to share, rate and discuss the stuff others created.

Es ist nun beileibe nicht so, dass jede erfolgreiche Community alle diese Elemente verwendet, oder das es gar keine anderen Erfolgsfaktoren gibt. Wer sich aber Facebook, Flicker, MySpace, YouTube, Digg und Konsorten einmal anschaut, wird immer eine Handvoll von diesen Elementen finden. Selbst ein so simples Tool wie Twitter enthält – je nach Interpretation – vier bis sechs davon. Und Foursquare ist gerade ein Musterbeispiel für Punktesysteme, Hierarchien, Rangstufen und Dingen zum Sammeln.
Kurz und gut: wer eine erfolgreiche Social-Media-Plattform plant, tut gut daran, sich anzusehen, was Leuten an Spielen Spaß macht (und natürlich “Die 7 Elemente erfolgreicher Community-Plattformen im Web”zu checken. Spaß ist ein nahezu unübertrefflicher Motivationsfaktor, Leute an die Arbeit zu bekommen – und eine sehr preisgünstige “Entlohnung” :)